Desinfec’t 2022 herunterladen

Desinfec’t als eingebundenes Image.

Desinfec’t 2022 ist da – das Live-System, mit dem man Windows-PCs nach einem Virenbefall reinigen kann. Eine Erklärung, wie man das Image herunterladen kann und weshalb man trotz allem Übel das Heft kaufen sollte.

Ein Vorwort

In den letzten Jahren habe ich immer direkt mit der Download-Anleitung angefangen, diesmal möchte ich aber mit einem Vorwort starten. Unter den zahlreichen Rückmeldungen, die mich zu dem Artikel im letzten Jahr erreichten, war auch eine Nachricht über das Kontakt-Formular von einem c’t-Redakteur. Ich wollte ihm eigentlich auch antworten, aber irgendwie habe ich das verbaselt und zur Artikel-Vorbereitung erinnerte ich mich daran. Also greife ich das hier mal auf.

Konkret monierte er, dass ich im Titel „kostenlos“ verwendet hätte, da in Desinfec’t doch einiges an Arbeit drin steckt. Ich könnte dem jetzt entgegnen, dass beim Heise-Software-Download derzeit ganze 554 Treffer für „kostenlos“ zu finden sind, obwohl sich auch die Entwickler von Open Source-Software viel Arbeit machen. Aber darum geht es nicht.

Foto von einem Ausschnitt des Artikels im Heft

Artikel über Desinfec’t im c’t-Heft.

Wer Desinfec’t gerne nutzt, sollte sich das zugehörige Heft holen – neben der Print- gibt es auch eine PDF-Ausgabe (für diesen Aufruf bekomme ich nichts). Manchen Leser*innen ist das vielleicht gar nicht bewusst: Desinfec’t ist eine Beilage zu der Zeitschrift, darin sind auch Artikel zu Desinfec’t. Der Kauf ist auch nicht unwichtig, denn wenn irgendwann keine*r mehr das Heft kauft, könnte der Verlag auch entscheiden, dass es mit Desinfec’t vorbei ist. Das wäre natürlich ein großer Verlust. Die c’t kostet derzeit knapp 6 Euro (+ 1,50 Euro Versand beim Print-Einzelheft) – das ist Desinfec’t durchaus wert. Am Kiosk ist es nicht mehr zu haben, da die zwei Wochen schon lange rum sind.

Unten schreibe ich noch eine Art Blatt-Kritik zum Inhalt und was man auch auf der Downloadseite noch verbessern könnte.

Der Download

Wer also das Heft gekauft hat (welches für den Download an sich aber nicht benötigt wird), kann Desinfec’t 2022 ähnlich wie in den vergangenen Jahren herunterladen:

  1. Auf http://ct.de/desinfect2022 gehen (Weiterleitung geht hierhin).
  2. E-Mail-Adresse eingeben. Achtung – nicht den Haken zur Werbung setzen, wenn man keine bekommen möchte! Für den Download ist die Werbezustimmung nicht nötig. Auch Trashmailer wie byom.de kann man wieder nutzen.
  3. Per E-Mail kommt automatisch ein Link. Wenn man diesen anklickt, gelangt man zu heise.de.
    Wichtiger Hinweis bei der Nutzung von byom: Der Link funktioniert dort nicht direkt, da am Ende die geschlossene Klammer > mit in der URL ist. Diese muss man nach dem Aufruf aus der Adresszeile entfernen und dann erneut auf Enter drücken.
    Screenshot von dem falschen Link mit 404-Fehlermeldung

    Die gelb markierte Klammer am Ende muss entfernt werden, danach auf „Enter“ drücken.

  4. Eine Seite mit der Überschrift „DVD-Image laden“ wird geöffnet. Der Downloadlink ist ein unscheinbarer „Jetzt herunterladen“-Textlink. Nun noch Rechtsklick / „Speichern unter…“ wählen und abspeichern oder Rechtsklick / „Link kopieren“ wählen und über Downloadmanager, Konsole etc. herunterladen (Windows-Dateigröße ca. 4,48 GB).

Datei: ct_2022_13.iso
Hash SHA256: 3b6556124aef23ec2a208dd1c530154cdfa36f84790848763d37ac127657f061 (siehe Heise-Forum)

Der Download wir vermutlich wieder bis zur Desinfec’t im Mai/Juni 2023 geschaltet sein.

Bootfähigen Stick mit Rufus erstellen

Wie auch in den letzten Jahren bleibe ich bei meiner Empfehlung, den USB-Stick mit Rufus zu erstellen. Mit dem bei Desinfec’t enthaltenen Win32DiskImager habe ich mir immer nur USB-Sticks zerschossen (die mittels Datenträger­verwaltung wieder neu partitioniert werden konnten). Rufus hingegen hat bei mir bisher noch nie Probleme gemacht.

Desinfec’t auf Multiboot-Stick

Ein weiterer Grund, weshalb der Artikel hier diesmal länger gedauert hat: Ich wollte Desinfec’t mit Ventoy nutzen. Ventoy macht aus dem USB-Stick einen Multiboot-Stick. Der Vorteil hierbei ist, dass man einen bootfähigen USB-Stick hat und dort diverse ISO-Images hinterlegt. Beim Booten von dem Stick wählt man dann aus, welche ISO-Datei geladen werden soll. Somit kann man neben Desinfec’t auch weitere Tools oder Windows-Installationen parallel auf einem Stick haben.

Leider habe ich Ventoy bislang nicht zum Laufen bekommen (unabhängig von Desinfec’t – Ventoy bootet bei mir gar nicht). Wenn ich erfolgreich war, wird noch eine Anleitung folgen und hier verlinkt werden. Aus dem Heise-Forum gibt es schon mal den Tipp, die bei Ventoy mögliche zusätzliche Partition anzulegen, um dort die Virensignaturen zu speichern oder alternativ ein Persistence-File anzulegen (Bug beachten).

Eine Art Blatt-Kritik

Foto von dem Heft

Heft der c’t 13/2022 mit Desinfec’t auf dem Cover.

In den letzten Jahren ist die Beachtung der Zeitschrift etwas in den Hintergrund geraten. Vielleicht war das auch gut so. Denn das Heft enthält trotz Titelthema lediglich zwei Artikel bzw. sieben Seiten Text über Desinfec’t. Auch wenn es nicht das Sonderheft ist, welches im Herbst immer rauskommt, so empfinde ich das als recht wenig. Immerhin hat das komplette Heft über 180 Seiten! Zum Kauf rate ich trotzdem, denn erfahrene Nutzer können somit das Projekt unterstützen und Anfänger finden in den Artikeln erste Informationen zu Desinfec’t. Ausführlicher ist das Special-Heft, welches immer im Herbst (ich glaube September / Oktober herum) erscheint – übrigens mit DVD, welche es seit zwei Jahren in dem Mai/Juni-Heft nicht mehr gibt.

Vielleicht würde sich das Mai/Juni-Heft (noch) besser verkaufen, wenn es mehr Inhalte über Desinfec’t gäbe. 10-20 Seiten als Special sollten doch machbar sein, ohne, dass sämtliches Pulver für das Special-Heft im Herbst verschossen ist. Im Desinfec’t-Forum gibt es schon mehrer Threads zu Ventoy, im Heft ist von dieser Möglichkeit zum Beispiel gar keine Rede. Auch das Strecken über mehrere Hefte ergibt für mich keinen Sinn, niemand wird wegen Desinfec’t alleine ein Abo abschließen. Bei den anderen Inhalten fehlt mir persönlich einfach die Qualität für ein dauerhaftes Abo.

Auch die Download-Seite, auf der man das Image herunterlädt, ist ziemlich spärlich gehalten. Im letzten Jahr war auf der Download-Seite zumindest noch im Header ein Hinweis auf das Heft, jetzt ist zu dem Heft keinerlei Verbindung mehr zu sehen.

Screenshots der beiden Downloadseiten

Links die Downloadseite 2021 in blauem Design, rechts die Downloadseite 2022 in grau-weißem Design.

Dabei wäre dort der richtige Ort, um auf die (kostenpflichtigen) Hintergrund-Artikel aus dem Heft zu verweisen, die es natürlich auch online gibt:

Entweder kauft man die entsprechenden Hefte oder nimmt ein Digital-Abo (erster Monat gratis) zum Lesen der Online-Artikel. Aus Verlagssicht ist da noch Potential, wenn man die Download-Nutzer irgendwie zum Heft bringen möchte.

FAQ und Hilfe

Neben den kostenpflichtigen Artikeln gibt es kostenlos eine FAQ (unter anderem mit der Antwort, wie man Desinfec’t auf DVD brennen kann) und das Forum für Hilfe.

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