EM-Song für besorgte Bürger (+ Lyric)

Seit Freitag läuft die Europameisterschaft 2016 in Frankreich, heute ist das erste Deutschland-Spiel. Was machen die besorgten Bürger eigentlich, wenn sie der deutschen Nationalmannschaft gar nicht zujubeln können, da diese ja gar nicht reinrassig ist? Damit befasst sich der „EM-Song für besorgte Bürger“ von Extra 3 zusammen mit Revolverheld, deren Song „Lass uns gehen“ dafür umgetextet wurde.

(Direktlink)

Hier der Songtext und ein bisschen Hintergrund dazu:
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ZDF über politischen Einfluss

In der heute show vom Freitag (ab ca. 30:40 Min.) wurde ein Ausschnitt von Polens Kulturminister Piotr Gliński gezeigt, der im dortigen öffentlich-rechtlichen Fernsehen TVP der Moderatorin Karolina Lewicka wegen kritischen Fragen mit dem Rauswurf drohte. Nach der Sendung wurde sie tatsächlich suspendiert, mittlerweile ist die Suspendierung wieder aufgehoben worden. Kommentar von Oliver Welke dazu:

Politiker nehmen Einfluss aufs Fernsehen - sowas verachten wir hier beim ZDF

Ohja. Politische Einflussnahme ist beim ZDF absolut undenkbar. Solange alles im PoGl ist braucht auch niemand Angst vor den Politikern zu haben. 😀

UPDATE (09.12.15): Wow, fünf Tage nach der Ausstrahlung der heute show: „ZDF stellt überraschend Lobbyradar ein“. Offiziell, weil man Mitarbeiter und Geld für andere Projekte wie die kommende Europameisterschaft 2016 benötigt, doch intern gibt es noch eine zweite Version für das Aus:

„Aus dem Fernsehrat und aus Kreisen der Politik wurden zu viele hässliche Fragen an den Intendanten gestellt“, sagt ein Redakteur. Ein Sprecher des ZDF widerspricht dem Vorwurf, politische Einflussnahme sei der Grund für das jähe Ende des Lobbyradars gewesen. Er bestätigt jedoch, dass es „vereinzelt auch kritische Reaktionen“ gab.

Verdächtig ist jedenfalls, dass das ZDF zur Prix Europa-Auszeichnung von Lobbyradar keine Pressemitteilung rausgegeben hat, obwohl der Preis vom ZDF immer sehr geschätzt sein soll.

Zum Glück ist das Projekt Open Source, so steht alles auf GitHub und die Macher wollen ohnehin den Lobbyradar auf EU-Ebene ausweiten – mit einem neuen Partner.