WordPress Exporter Probleme

Endlich mein Blog wieder (halbwegs) online. Nein, nicht wegen der DSGVO – sondern wegen WordPress.

Wie es begann

Alles begann damit, dass chriszim.com noch auf einem uralten Uberspace lief, der aus Sicherheitsgründen im Februar 2018 abgeschaltet wurde (Stichwort Meltdown und Spectre) und daher der Umzug auf einen aktuelleren Uberspace anstand. Ich wollte dies zum Anlass nehmen, auch einen Schnitt zu machen: Viele der alten Blogeinträge würde ich heute anders oder gar nicht mehr schreiben.

Also sortierte ich zunächst alle Artikel, die ich mitnehmen wollte, in eine eigene Kategorie. Dazu zählen Konzertberichte, Rezensionen und natürlich die Beiträge mit vielen Kommentaren. Alles soweit fertig und über den WordPress Exporter die Kategorie exportiert. Eigentlich alles easy. Bei Uberspace einen neuen Account eingerichtet und schon sollte es losgehen.

Die Sache mit der WordPress-XML

Doch WordPress ist in Sachen XML etwas merkwürdig. Das fängt schon damit an, dass die WordPress-XML als „WordPress eXtended RSS“ bezeichnet wird, weil der Aufbau darin RSS ähnelt, als Dateiendung aber .xml verwendet wird. Auch die angegebene Spezifikation von WordPress ist nicht online, der Link dazu führt ins Leere.

Ich importierte jedenfalls die XML-Datei, klickte auf „Dateianhänge herunterladen und importieren“ und mit einem Klick wurden die Beiträge auch importiert … aber die Anhänge waren weiterhin unter der alten Domain. Ich war verwundert, probierte es mehrmals aus – doch es half nichts, die Medien wurden einfach nicht importiert.

Bald stellte sich heraus, dass der WordPress Export einen – wie ich finde – großen Fehler hat: Nur, wenn man alles (wirklich alles!) exportiert, werden auch Einträge zu den Medien in der WordPress-XML-Datei gespeichert. Exportiert man nur eine Kategorie werden die Medien links liegen gelassen. Und der Importer wiederum kann die Medien nur mit Einträgen in der WordPress-XML-Datei importieren, auch wenn die Medien noch weiterhin unter der alten Adresse erreichbar sind.

Support für Core-Plugins? Hahaha…

Nachdem ich das Problem erkannt hatte, postete ich es in das Support-Forum zum WordPress Importer. Bis heute habe ich keine Antwort von den WordPress-Entwicklern bekommen. Die parallele Suche nach einer Lösung gestaltete sich schwierig, sodass ich den Fall auch wieder auf Eis legte.

Doch warum konnte ich nicht einfach die alte Mediensammlung auf den Webspace packen? Theoretisch geht das natürlich und mittels Search and Replace (als Plugin oder PHP-Script) hätte ich die URLs ändern können. Abgesehen davon, dass die Mediendateien damit nicht sauber in WordPress eingebunden gewesen wären, hatte ich aber vorallem Bedenken, weil ich eben nur einen vergleichsweise kleinen Teil dieses großen Medienarchivs brauche, da zu vielen Medien keine Artikel mehr vorhanden sind. Es wäre also viel Datenmüll dabeigewesen und das wollte ich nicht.

Zum Vergleich: Alle Mediendateien von chriszim.com haben eine Größe von ca. 224 MB, dieser Blog hat nun 100 MB (also nur die Hälfte).

Die Lösung

Im November 2018 hatte ich nochmal gestöbert und endlich die Rettung gefunden: In diesem Blogbeitrag wird berichtet, dass das Medien-Problem auch auftritt, wenn man nur veröffentlichte Beiträge exportiert. Und in den Kommentaren kommt der Tipp, es mit dem Plugin Import external attachments (GitHub) zu versuchen.

Die Vorgehensweise ist einfach:

  1. WordPress-XML importieren
  2. Plugin aktivieren
  3. Unter „Medien / Import attachments“ gehen
  4. Rechts ist eine Liste mit allen Beiträgen, in denen Bilder und PDF-Dateien gefunden wurden.
  5. Mit Klick auf „edit“ kann man den Artikel bearbeiten und einen Haken setzen, dass die Mediendateien importiert werden sollen.
  6. Nun noch einen Klick auf „Aktualisieren“ und die Dateien werden importiert.
  7. Danach geht es mit dem nächsten Artikel auf der Liste weiter.

Kleiner Tipp: Da ich nicht die PDFs kopieren wollte, habe ich in diesen Fällen ein „.pdf1“ aus dem Pfad gemacht, danach die Bilder importiert und dann wieder auf „.pdf“ korrigiert.

Die Zeit verfliegt

Danach wollte ich den Blog eigentlich endlich online stellen, aber wie so oft, kam alles Mögliche dazwischen. Und auch jetzt, März 2020, ist hier noch Baustelle: Ich wollte den Aushang zur Nachbarschafts­challenge hier online stellen, daher ist hier nun erstmal ein Theme, aber noch nicht wirklich die Endfassung der Seite. Auch Kategorien etc. werden sich noch ändern.

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