Guttenbergs Fall (Buch-Rezension)

Die beiden Journalisten Roland Preuß und Tanjev Schultz von der Süddeutschen Zeitung haben im Februar die Plagiats-Vorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg bekannt gemacht. Jetzt haben sie ein Buch darüber geschrieben: Guttenbergs Fall.


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Piratenpartei kriegt Abmahnung von Bushido [UPDATE]

Ich muss nochmal über die Piratenpartei bloggen, diesmal aber nicht so erfreulich wie es die Piratenromantik war: Aus dem Protokoll der gestrigen Bundesvorstands-Sitzung geht hervor, das die Piratenpartei eine Abmahnung von Bushido erhalten hat.

Wer sich die Aufzeichnung anhört, erfährt ab 02:08:40 Min. (oder direkt hier in der Kurzversion: [MP3|ca. 5 MB]), das jemand in der Geschäftsstelle Bayern Bundesgeschäftsstelle in Berlin ein Werk des Rappers in einer Tauschbörse angeboten haben soll. Zu dem Zeitpunkt waren keine Praktikanten in der Geschäftsstelle und es gab auch noch keinen Freifunk, was bedeutet, das jemand der in der Geschäftsstelle arbeitet höchstwahrscheinlich die Tat begangen hat, oder aber das W-Lan nicht genug abgesichert war.

Ich kann dazu nur Homer interpretieren: Nein!

Sehr schade, dass das irgendjemand wohl gemacht hat – und somit allen Kritikern recht gibt, die der Meinung sind, in der Piratenpartei wären nur Filesharer die das Urheberrecht stürzen wollen, damit sie ohne Strafen allesmögliche runterladen können.

Aktionen wie diese sind größtenteils Schuld daran, das die Piraten den Aufschwung und die nötigen Stimmen bei den Wahlen meistens nicht kriegen. Es ist auch vollkommen egal, ob das tatsächlich jemand aus der Geschäftsstelle gemacht hat oder nicht – es reicht die Schlagzeile „Piraten sind Filesharer“, denn solche negativen Sachen merken sich die Menschen.

Ein echtes Image-Problem also, mal sehen wie das weitergeht. Ich hoffe, das es in Zukunft weniger Ausrutscher gibt.

UPDATE:

Im Piratenradio gab es noch mehr Details und ein lesenswerter Beitrag ist der von Rechtsreferendar Jens Ferner. Ich frage mich gerade, warum ausgerechnet jemand aus Hessen als Vertragspartner(in) für die Bundesgeschäftsstelle in Berlin fungiert, aber auch das muss man ja nicht verstehen, oder?